10 Tipps, wie Sie bei Hitze für Abkühlung sorgen können

Ausreichend Flüssigkeit ist an heißen Tagen besonders wichtig. Foto: ©detailblick-foto / stock adobe

Die Sommer in Deutschland werden im Durchschnitt immer heißer. Die zehn heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung lagen allesamt nach 1994. Das Umweltbundesamt ermittelt jedes Jahr die Anzahl der sogenannten heißen Tage.

An einem „heißen Tag“ liegt die Temperatur im Schatten bei 30 Grad oder höher. Gerade in den besonders heißen Jahren wie 2022 gab es deutschlandweit 18 bis 20 solcher heißen Tage.

Durch den Klimawandel wird sich die Zahl der heißen Tage in den Sommermonaten in Zukunft noch weiter erhöhen. Wir von blooom.de haben 10 Tipps für Sie zusammengetragen, wie Sie auch an Tagen mit besonders hohen Temperaturen für eine gesunde Abkühlung sorgen können.

Abkühlung im Hochsommer – das tut Ihnen und Ihrem Körper gut

Wenn es im Hochsommer immer heißer wird, macht bei vielen Menschen schon mal der Kreislauf schlapp. Generell fühlen wir uns oft müde, weil wir nachts nicht richtig schlafen können, und sind deutlich weniger leistungsfähig.

Die folgenden Tipps können die Hitze nicht vertreiben. Sie helfen aber dabei, besser mit den hohen Temperaturen umzugehen und Ihre Leistungsfähigkeit auch an einem Tag mit 30 Grad Celsius oder mehr zu erhalten.

1) Sorgen Sie für Bewegung in der Raumluft

Ventilatoren bieten im Sommer eine willkommene Hilfe bei der Bewegung der Raumluft. Auch wenn wir oft das Gefühl haben, dass es im Raum durch einen Ventilator kühler werden würde – die Raumtemperatur verringert sich durch den Luftstrom eines solchen Geräts nicht.

Dennoch trägt ein Ventilator im Sommer zu mehr Wohlbefinden bei. Beispielsweise, weil er durch die Bewegung der Luft den Schweiß auf unserer Haut schneller verdunsten lässt. Das wiederum steigert die Kühlwirkung des Schwitzens und lässt den Körper etwas abkühlen.

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Außerdem können Ventilatoren und von Anbietern wie Maico für ein besseres Raumklima sorgen. Bei geöffnetem Fenster sorgen sie für eine gute Durchlüftung des Raums und für einen Luftaustausch – auch wenn draußen kein Wind gehen sollte. So helfen sie beispielsweise dabei, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu regulieren.

Auf die Frage, ob man Ventilatoren bei Hitze einsetzen sollte oder nicht, können wir nur empfehlen, die Wirkung selbst auszuprobieren. Immerhin ist der Ventilator beim Energieverbrauch und bei den Anschaffungskosten die deutlich günstigere Alternative zur Klimaanlage.

2) Die Fenster zu verdunkeln senkt die Raumtemperatur um einige Grad

Tageslicht im Haus oder im Büro ist wichtig und die meiste Zeit des Jahres auch wohltuend. Doch an besonders heißen Tagen sollten Sie Ihre Fenster dennoch verdunkeln. Ein Außenrollo bietet einen zusätzlichen Schutz gegen die Hitze.

Reißen Sie am besten früh am Morgen, wenn die Temperaturen noch niedrig sind, die Fenster weit auf und lassen die frische Luft für eine Weile durch Ihr Haus oder Ihre Wohnung ziehen. Mit dem Durchzug sorgen Sie für einen schnelleren Luftaustausch.

Danach schließen Sie die Fenster und verdunkeln diese direkt. Die einstrahlende Sonne kann dann die Luft im Raum nicht ganz so stark erhöhen. Dadurch können Sie die Raumtemperatur um 3 bis 5 Grad reduzieren.

3) Nicht in der größten Hitze des Tages lüften

Natürlich sollten Sie mehrmals als Tag stoßlüften. Doch in der Zeit zwischen 13 und 17 Uhr sollten Sie auf das Lüften möglichst verzichten. Erst wenn die Temperaturen langsam wieder abkühlen, macht es Sinn, die Fenster wieder zu öffnen.

4) Nutzen Sie die Kälte, die bei der Verdunstung von Wasser entsteht

Wenn Wasser verdunstet, entsteht Kälte. Das können Sie nutzen, indem Sie beispielsweise feuchte Handtücher aufhängen und die Feuchtigkeit aus den Tüchern verdunsten lassen. Achten Sie dabei allerdings auf die Luftfeuchtigkeit.

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Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist schlecht fürs Raumklima und kann zu Schimmelbildung und Schäden an Möbeln und im schlimmsten Fall an der Bausubstanz führen. Steigt die Luftfeuchtigkeit zu sehr an, sollten Sie unbedingt durchlüften.

Übrigens: Wenn die Handtücher komplett trocknen, heizen sie sich ebenfalls auf. Sorgen Sie also dafür, dass die Tücher immer etwas feucht bleiben.

5) Trinken Sie lauwarme oder leicht gekühlte Getränke

Ein eiskaltes Getränk im Hochsommer hat seinen Reiz – für den Körper ist das allerdings alles andere als entspannend. Denn Ihr Körper muss dann auf Hochtouren arbeiten, um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu bringen, damit sie weiter verarbeitet werden kann. Der kühlende Effekt ist daher schnell wieder vorbei. Stattdessen schwitzen Sie nach einem kalten Getränk oft noch mehr als vorher.

6) Achten Sie beim Essen auf das, was Ihnen guttut

Die meisten Menschen entscheiden sich an heißen Tagen ganz intuitiv für leichte und nicht zu fettige Kost. Ein Salat, etwas Obst oder eine leichte Suppe ist an Tagen mit besonders hohen Temperaturen sinnvoller als eine üppige Mahlzeit.

7) Sorgen Sie für ausreichend Flüssigkeit

Zwei bis drei Liter Flüssigkeit sollten Sie jeden Tag in sich aufnehmen. Doch gerade an besonders heißen Tagen verlieren Sie auch viel Flüssigkeit über den Schweiß. Füllen Sie Ihre Vorratsspeicher daher regelmäßig auf, indem Sie genug trinken. Wasser und ungesüßte Tees sind hier die beste Wahl. Im Idealfall entscheiden Sie sich für stilles Wasser, weil dieses Ihrem Körper die wenigste Arbeit bereitet.

8) Tragen Sie vor allem luftige und lockere Kleidung

Der Kühleffekt auf der Haut beim Schwitzen kann nur entstehen, wenn auch Luft an die Haut kommt. Liegt Ihre Kleidung zu eng an, wird dieser Abkühlungsprozess unterbunden. Nutzen Sie daher gerade in den Sommermonaten Kleidungsstücke mit weiten Schnitten und aus möglichst natürlichen Fasern und Stoffen. Leinen, Seide oder Baumwolle sind hier besonders gut geeignet.

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Wenn Sie sich für helle Kleidungsstücke entscheiden, reduziert auch das Ihre Körpertemperatur zusätzlich noch ein wenig bzw. verhindert das ein zu starkes Aufheizen Ihres Körpers.

9) Stellen Sie die Klimaanlage nicht zu kalt ein

Die perfekte Lösung scheint eine Klimaanlage zu sein. Sie kühlt – bei geschlossenen Fenstern – die Raumluft schnell runter und kann die Temperatur im Raum ganz gezielt auf ein bestimmtes Niveau bringen.

Wichtig ist dabei allerdings ein sinnvoller Einsatz. So sollte die Klimaanlage niemals mehr als 6 Grad kälter als die Außentemperatur eingestellt sein. Andernfalls kommen Sie aus dem kühlen Haus in die Hitze des Tages. Dieser starke Temperaturunterschied kann zu einem Kreislaufzusammenbruch führen, wenn Sie das Haus dann verlassen und nach draußen in die Hitze gehen.

10) Kaltes Wasser kann – richtig eingesetzt – Wunder wirken

Gleiches gilt übrigens, wenn Sie komplett aufgeheizt in einen kalten Bergsee oder in die Nordsee springen. Wenn Sie in kühlem Wasser baden, sollten Sie langsam ins Wasser gehen und sich nach und nach an die Temperaturen gewöhnen. Kaltes Wasser, das Sie über Ihre Unterarme laufen lassen, kann allerdings eine schnelle und sehr angenehme Abkühlung bieten.

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).