Gardinen als Deko Element – darauf sollten Sie achten!

Gardinen sind ein tolles Deko-Element. Foto: ©Pixel-Shot / stock adobe

Gardinen sind ein wichtiges Dekorationselement in vielen Räumen. Denn die schönen Stoffbahnen – mal knallig bunt, mal mit unterschiedlichen Mustern versehen – bringen Persönlichkeit und Atmosphäre in einen Raum.

Gardinen haben – wie Vorhänge – aber auch noch einige andere nützliche Eigenschaften. So können Sie beispielsweise ungebetene Blicke fernhalten, das Licht aus dem Raum heraushalten oder die Kälte draußen und die Wärme im Raum halten. Auch Lärm dämmend können sie wirken.

Doch so praktisch und dekorativ Gardinen auch sein können, so wichtig ist es auch, darauf zu achten, dass die Gardinen zur sonstigen Einrichtung und Farbgestaltung passen. Andernfalls können sie schnell wie Fremdkörper im Raum wirken.

Wir von blooom.de haben hier die wichtigsten Punkte rund um das Thema Gardinen zusammengefasst.

Was ist der Unterschied zwischen Gardinen und Vorhängen?

Im Volksmund werden Gardinen und Vorhänge oft als Synonyme verwendet. Ganz richtig ist das aber nicht, denn es gibt durchaus Unterschiede zwischen Gardinen und Vorhängen.

Gardinen bestehen beispielsweise zumeist aus eher leichten Stoffen oder aus Mischgeweben. Wenn Sie Gardinen kaufen möchten, finden Sie oft Gewebe mit einem Baumwoll- und einem Polyesteranteil. Ganz einfache Gardinen werden zuweilen auch nur aus Polyester gefertigt. Auch Tüll wird gerne als Stoff für Gardinen verwendet.

Vorhänge hingegen werden in der Regel aus schweren Stoffen hergestellt. 100 % Baumwolle, blickdichtes Leinen oder Samt sind hier oft die erste Wahl. Während Gardinen lichtdurchlässig, luftig und locker wirken, kommen Vorhänge eher schwer daher. Sie vermitteln ein wohliges Gefühl von Gemütlichkeit und Behaglichkeit und wirken schützend vor Kälte und vor fremden Blicken.

Um die angenehmen Effekte sowohl von Gardinen als auch von Vorhängen miteinander zu kombinieren, werden sie oft zusammen verwendet.

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Wie wirken Vorhänge und Gardinen auf Räume?

Sie sind ein hervorstechendes Dekorationselement und können Atmosphäre und Stimmung verleihen und so einem Raum ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken. Sie sollten bei der Auswahl Ihrer Gardinen und Vorhänge allerdings beachten, dass diese eine recht große Fläche in den jeweiligen Räumen einnehmen. Der Einfluss auf die Optik eines Raumes ist entsprechend groß. Mit Gardinen können Farbakzente gesetzt werden, sie können sich aber einfach und elegant in die Gestaltung Ihres Raumes einfügen.

Die Gardinen müssen zum Raum passen

Je nachdem, für welchen Raum Sie Gardinen suchen, gilt es, auf unterschiedliche Punkte zu achten. Gerade für Nutzräume wie Küche, Flure oder Badezimmer entscheiden sich viele Menschen für einfache sogenannte Scheibengardinen. Anders sieht es in Räumen wie Wohnzimmer, Schlafzimmer oder den Kinderzimmern aus. Hier ein paar Tipps zu den jeweiligen Räumen und ihren Besonderheiten.

Das Wohnzimmer

Im Wohnzimmer sollten Gardinen in den meisten Fällen eher sein. Auch die Wärmedämmeigenschaften und die Blickdichtigkeit sind hier oft nicht so wichtig – gerade in Zeiten modernisierter und energetisch sanierter Häuser und Wohnungen muss eine Gardine oder ein Vorhang nur noch selten eine zusätzliche Dämmung bieten.

Im Wohnzimmer geht es eher um Gemütlichkeit, die farblichen Akzente und die Möglichkeit, einen Blickfang zu gestalten. Wenn Sie Ihr Wohnzimmer beispielsweise eher in gedeckten, warmen und erdigen Farben eingerichtet haben, verleihen cremefarbene Gardinen dem Ganzen eine zusätzliche Gemütlichkeit.

In einem Wohnzimmer mit hellen Tapeten, weißen oder cremefarbenen Teppichen und hellen Möbeln können bunte oder gemusterte Gardinen einen Blickfang darstellen.

Das Schlafzimmer

Licht im Büro ist wichtig, und gerade im Winter ist Tageslicht auch in klassischen Wohnräumen gut für die Gesundheit und für das persönliche Wohlbefinden. Doch im Schlafzimmer ist Dunkelheit wünschenswert. Gerade im Sommer, wenn die Tage immer länger werden, brauchen Sie Vorhänge und Gardinen, die das Licht draußen halten können.

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Im Schlafzimmer, das von vielen nur sehr wenig oder überhaupt nicht geheizt wird, können dämmende Vorhänge zusätzlich für etwas mehr Wärme oder eben etwas weniger Kühle im Raum sorgen. Vorhänge und Gardinen sollten hier also eher aus einem dicken Stoff bestehen, blickdicht sein und das Tageslicht so weit wie möglich draußen halten.

Die Kinderzimmer

Im Kinderzimmer gelten – was die Lichtdurchlässigkeit angeht – ähnliche Punkte wie im Schlafzimmer. Nur dass hier die Muster in der Regel völlig andere sind. Für Kinder gibt es für die Altersgruppen unterschiedliche Muster, Farben und Gestaltungsmöglichkeiten. Von bekannten Motiven aus Filmen und Serien bis hin zu einfachen Mustern und Motiven wie Autos, Bällen oder Teddybären ist die Auswahl hier riesig.

Die Farbe der Gardinen kann sich auf Gesundheit und Stimmung auswirken

Farben wirken sich auf unser Gemüt und auf unsere Gesundheit aus. Psychologen arbeiten gern mit Farben, um bestimmte Gemütszustände zu erzeugen und die Einflüsse der jeweiligen Farbe zu erproben.

Die Wirkung von Farben auf unseren Körper und unsere Psyche lässt sich nicht lenken oder kontrollieren. So können sich Farbeinflüsse beispielsweise auf den Blutdruck, den Puls und die Atemfrequenz auswirken. Das im Hinterkopf zu behalten und etwas über die Farblehre zu wissen kann dabei helfen, in der eigenen Wohnung ein gemütliches Umfeld zu schaffen, in dem Sie sich wohlfühlen.

Zwei Beispiele für die Wirkung von Farben auf Menschen

Rote Farbtöne erzeugen ein Wohlgefühl bei den meisten Menschen. Man empfindet sie als warm – aber auch als eine Signalfarbe. Deshalb wird im Unterbewusstsein der meisten Menschen in Räumen mit vielen roten Farbtönen die Aufmerksamkeit für Details gesteigert. Unter dem Strich geht man davon aus, dass eine rote Wand, rote Vorhänge oder ein anderer markanter roter Blickfang in einem Raum Energie geben und die Ausdauer steigern.

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Gelb hingegen erhöht das Selbstvertrauen, reduziert Ängste und erhöht die Risikofreude. Gelb vermittelt Wärme, Freude und Gemütlichkeit und erzeugt in den meisten Menschen ein positives Grundgefühl.

Wie lang sollte eine Gardine sein?

Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und natürlich der Raumhöhe. Wenn Sie Gardinen bevorzugen, die kurz über dem Boden aufhören, sieht das akkurat, ordentlich und sauber aus. Außerdem erleichtern diese Gardinen die Reinigung Ihrer Böden in diesem Bereich.

Gardinen hingegen, die auf den Boden aufsetzen und deren unteres Ende auf dem Boden liegt, vermitteln ein entspanntes und gemütliches Gefühl. Hier wird die Bodenpflege allerdings etwas schwerer – zudem müssen Gardinen mit direktem Bodenbezug öfter gereinigt werden.

Als Faustregel gilt in diesem Zusammenhang: Lange Gardinen lassen einen Raum höher erscheinen – kurze Gardinen hingegen lassen ihn eher kleiner wirken.

Fazit: Mit Gardinen als Deko-Element Farbe in Räume bringen

Wenn Sie Ihre Wohnung einrichten möchten und auf der Suche nach den richtigen Gardinen sind, gibt es ein paar Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten. Von der Farbauswahl bis zur Länge der Gardinen sind viele Dinge vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks. Gerade wenn Sie kräftige Farben zum Einsatz bringen, sollten Sie auch immer überlegen, wie sich die jeweilige Farbe auf Ihre persönliche Gefühlswelt auswirkt.

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).