Kaffeemaschine entkalken – So klappt es am besten

Eine Kaffeemaschine sollte regelmäßig entkalkt werden. Foto: nd3000 via Envato
Eine Kaffeemaschine sollte regelmäßig entkalkt werden. Foto: nd3000 via Envato

Du hast Dir eine schöne Kaffeemaschine gekauft, weil Du auch in der heimischen Küche auf guten Kaffee großen Wert legst. Dann solltest Du auch auf die Pflege großen Wert legen.

Nicht nur, um die Kaffeemaschine zu schützen, sondern insbesondere auch, um die Qualität des Kaffees zu garantieren, solltest Du die Kaffeemaschine regelmäßig entkalken. Wir vom Magazin blooom.de sagen Dir, auf was Du dabei achten solltest.

Je härter das Wasser, desto öfter musst Du entkalken

Die Wasserhärte hat unmittelbar mit dem Kalkgehalt zu tun. Je härter das Wasser, desto mehr Kalk ist enthalten. Der optimale Härtegrad liegt zwischen 8 und 9 °dH (Deutsche Härte). Das weichste Wasser findet man in Bremen mit rund 8° dH, und das härteste Wasser in Deutschland ist in Sachsen-Anhalt mit 22° dH zu finden. Aber auch Berlin liegt mit 18° dH ziemlich weit oben.

Ist das Wasser besonders hart, setzt sich nicht nur besonders schnell Kalk in den Geräten ab, sondern auch der Geschmack des Kaffees wird maßgeblich beeinflusst. Wenn Du beispielsweise in Berlin lebst, solltest Du einen Wasserfilter verwenden.

Kalk kann Deine Kaffeemaschine zerstören

Der WDR hat einen Test gemacht, bei dem drei verschiedene Kaffeemaschinen für 2,5 Wochen mit besonders harten Wasser betrieben wurden und drei baugleiche Maschinen mit weichem Wasser. Anschließend hat ein Labor des TÜV Rheinland den Verkalkungsgrad der Maschinen gemessen.

Bei einer der Maschinen, die mit hartem Wasser betrieben wurden, lag die Verkalkung rund 280 mal höher, als bei den mit weichem Wasser betriebenen Kaffeemaschinen. Wird eine Maschine nicht regelmäßig entkalkt, setzen sich die Leitungen zu. Am besten geht das mit speziellen Entkalkungstabletten für Deine Kaffeemaschine.

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Was passiert in der Kaffeemaschine bei einem hohen Kalkgehalt?

Durch das Zusetzen der Leitungen kommt es zu einem Druckabfall. Dies wiederum führt zu einem verlangsamten Brühvorgang und zu einer Zunahme der Betriebsgeräusche. Nach und nach leidet die Kaffeemaschine und kann auf Dauer kaputt gehen.

Übrigens: Für die Gesundheit ist hartes Wasser sogar besser, da es einen hohen Anteil an Mineralstoffen hat – für Kaffeemaschinen und andere Küchengeräte hingegen kann hartes Wasser „tödlich” sein.

Warum sollte man nur die passenden Entkalkungstabletten verwenden?

Man liest immer wieder, dass entweder Zitronensäure oder Essig super geeignet sind zum Entkalken. Das mag für einfache Wasserkocher zutreffen, aber nicht für Kaffeemaschinen. Jeder Hersteller verwendet andere Materialien, Kunststoffe oder auch Gummidichtungen. All diese verschiedenen Materialien könnten durch die Säuren angegriffen werden und die Maschine zerstören. Daher sollte man immer nur die passenden und vom Hersteller empfohlenen Mittel verwenden.

Vorsicht: Wenn Du etwas anderes verwendest, erlischt auch die Garantie – und das willst Du sicher vermeiden.

Weiches Wasser lässt den Kaffee besser schmecken

Wenn Du in einer Gegend mit sehr hartem Wasser lebst, solltest Du außerdem darüber nachdenken, einen Wasserfilter einzusetzen. In oben genannten Test der WDR hat der Deutsche Kaffeeröstmeister Benjamin Pozsgai den Kaffee aus den Maschinen verkostet und eindeutig festgestellt, dass der Kaffee, der mit dem harten Wasser gemacht wurde, bitterer schmeckte, als der mit weichem Wasser hergestellte.

Unsere Empfehlung: Wasser erst durch einen entsprechenden Filter laufen lassen und dann in den Wassertank der Kaffeemaschine füllen. Auch die richtige Reinigung der Kaffeemaschine ist wichtig für den besten Kaffeegenuss.

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).