Natürlich stehen Obst und Gemüse für eine gesunde Ernährung ganz oben auf der Tagesordnung. Aber neben diesen Vitamin- und Nährstofflieferanten benötigt der Körper noch mehr. Vor allem aber ist es wichtig, schon bei der Zubereitung der Speisen darauf zu achten, dass diese schonend und mit so wenigen Giftstoffen wie möglich erfolgt.
Wir zeigen Ihnen im folgenden Artikel, warum die richtige Pfanne wichtig für eine gesunde Ernährung ist und worauf Sie bei der Auswahl der geeigneten Pfanne(n) achten sollten.
Warum die „richtige“ Pfanne entscheidend ist
Es gibt eine ganze Reihe von Gründen dafür, dass die „richtige“ Pfanne bei deinen Speisen den Unterschied ausmacht. Da wäre etwa der Umstand, dass unterschiedliche Pfannenarten verschiedene Eigenschaften haben – vor allem beim Erhitzen und bei der Wärmeabgabe an die Speisen.
Auch die Pflege unterschiedlicher Pfannentypen ist nicht einheitlich. Was die eine Pfannenart problemlos erträgt, kann die andere im Handumdrehen beschädigen. Hinzu kommt, dass beim Braten mit der falschen Pfanne oder mit zu hohen Temperaturen Chemikalien in die Speisen gelangen können, die für unseren Körper schädlich sind.
Wer also bei der Einrichtung der Küche nicht nur auf Ästhetik, sondern auch auf Genuss und Gesundheit achtet, sollte auch beim Kauf der Pfannen genau hinschauen.
Pfannenarten im Überblick
Wie sich nicht jedes Öl zum Braten eignet, ist auch nicht jede Pfannenart gleichermaßen gut für die Zubereitung von Speisen geeignet. Wir zeigen hier die wichtigsten Pfannenarten und geben eine kurze Empfehlung, welche Pfannenart für welche Gerichte die beste Wahl ist.
Edelstahlpfannen
Man muss hier erst einmal unterscheiden zwischen „echten“ Edelstahlpfannen und Pfannen mit einer Edelstahlbeschichtung. Zu beschichteten Pfannen kommen wir gleich. An dieser Stelle geht es nur um Pfannen, die komplett aus Edelstahl bestehen. Diese haben in der Regel keine weitere Beschichtung.
Sie sind hitzebeständig und sind deshalb perfekt geeignet, um Fleisch scharf anzubraten. Ein Steak beispielsweise, das erst 1 bis 2 Minuten bei hohen Temperaturen von allen Seiten scharf angebraten und dann bei niedrigeren Temperaturen auf den richtigen Garpunkt gebracht werden muss, ist in einer Edelstahlpfanne bestens aufgehoben.
Grundsätzlich sind Edelstahlpfannen sehr langlebig, hoch erhitzbar, backofenfest und gesundheitlich absolut unbedenklich, da hier keine Beschichtung abblättern könnte. Bei guter Pflege halten hochwertige Edelstahlpfannen ein Leben lang – und können danach noch problemlos vererbt werden.
Es kann allerdings passieren, dass das Fleisch am Anfang erst einmal an der Edelstahloberfläche festklebt. Wenn Sie es einen Moment brutzeln lassen, löst es sich allerdings meist auch wieder. Der Einsatz von ausreichend Öl ist bei diesem Pfannentyp ein Muss.
Beschichtete Pfannen – ideal für empfindliche Speisen
Hier bleibt nichts kleben und Sie müssen nicht einmal sonderlich viel Öl verwenden. Der Vorteil bei beschichteten Pfannen liegt in ihrer einfachen Handhabung. „Technische“ Fehler beim Kochen verzeihen sie leicht.
Allerdings haben sie auch einige Nachteile. So muss die Reinigung hier deutlich vorsichtiger erfolgen als bei der Edelstahlpfanne. Bei starkem Schrubben beispielsweise löst sich die Beschichtung ab. Gleiches gilt, sobald Sie die Pfanne bei zu hohen Temperaturen verwenden.
So sollten Sie bei einer Pfanne mit Antihaftbeschichtung keine Temperaturen von 260 Grad Celsius oder darüber erreichen. Die Beschichtung beginnt bei diesen Temperaturen, sich zu zersetzen, und wird beschädigt. Für das Spiegelei am Morgen oder den gelungenen Pfannkuchen sind beschichtete Pfannen eine optimale Wahl.
Gusseisenpfannen
Sie gelten als die Könige unter den Kochgeschirren – Pfannen und Töpfe aus Gusseisen. Eine Gusseisenpfanne bringt alle Vorteile einer Edelstahlpfanne mit – und noch einige mehr. So gibt eine Gusseisenpfanne insbesondere die einmal gespeicherte Temperatur nur sehr langsam wieder ab. Sie können also Speisen in einer verschlossenen Gusseisenpfanne – oder einem Bräter aus Gusseisen – sehr lange warmhalten.
Außerdem erreicht Gusseisen – wie Edelstahl – sehr hohe Temperaturen. Auch hier gilt: Ein Steak aus einer guten Gusseisenpfanne ist ein Traum, falls denn die Köchin oder der Koch weiß, wie sie oder er mit der Pfanne umzugehen hat. Denn auch dieser Pfannentyp ist eher etwas für fortgeschrittene Köche.
Anders als Edelstahl entwickelt Gusseisen mit der Zeit eine eigene Antihaftwirkung – dank der sogenannten Patina, die durch richtiges Einbrennen entsteht. Diese wird mit der Zeit immer besser – macht aber eine Reinigung in der Spülmaschine unmöglich. Auch mit harten Schwämmen oder gar Stahlwolle sollte man einer Gusseisenpfanne nicht zu Leibe rücken. Weiche Schwämme oder eine weiche Bürste, wenig Spülmittel und Wasser reichen aus, um die Pfanne zu reinigen. Da Gusseisen aber ein sehr schweres Material ist, erweist sich auch die Reinigung der Pfanne mit der Hand nicht immer als einfach.
Wer allerdings bereit ist, die Mühe der Pflege auf sich zu nehmen, kann sich ein Leben lang an einer hochwertigen, schweren und sehr zuverlässigen Pfanne erfreuen.
Keramikpfannen
Auch Keramikpfannen sind sehr hitzebeständig – oft bis zu Temperaturen von 400 Grad Celsius und höher. Das führt zu einer schnellen Bildung von Röstaromen. Anders als beschichtete Pfannen sind diese komplett schadstofffrei, dennoch bieten sie auch mit wenig Öl eine gute Antihaftwirkung.
Die Pfannen heizen sich nicht nur schnell auf – sie geben die Wärme auch sehr gleichmäßig weiter. Sie sind robuster als beschichtete Pfannen, allerdings bei weitem nicht so unempfindlich wie Pfannen aus Gusseisen.
Kupferpfannen
Kupferpfannen sind Profi-Werkzeuge. Denn sie reagieren extrem empfindlich auf jede Temperaturveränderung und geben diese direkt an die Speisen weiter. Mit ihnen ist gleichmäßiges Garen bei empfindlichen Speisen möglich – aber nur mit der Erfahrung. Kupferpfannen sind mit Edelstahl ausgekleidet. Das ist keine klassische Beschichtung, sondern einfach eine notwendige Zugabe, um eine Reaktion zwischen dem Kupfer und den Lebensmitteln zu vermeiden.
Sie sind vergleichsweise hochpreisig und in der Pflege komplizierter als andere Pfannentypen. Dafür ermöglichen sie, Speisen punktgenau auf eine gewollte Temperatur zu bringen und die Pfanne danach rasch wieder herunterzukühlen.
Welche Pfanne eignet sich für welches Gericht?
Beschichtete Pfannen und Kupferpfannen (falls man sie denn richtig handhaben kann) sind perfekt für empfindliche Speisen geeignet und für solche Speisen, die auf keinen Fall anbrennen oder festkleben sollten. Ebenfalls gut für diese Speisetypen ist eine Keramikpfanne geeignet. Ihre natürlichen Antihafteigenschaften und die gute Wärmeverteilung sorgen für gleichmäßiges Garen ohne Festkleben der Speisen.
Steaks oder andere Fleischsorten, die scharf angebraten werden müssen, können Sie am ehesten in einer Edelstahl- oder einer Gusseisenpfanne braten. Generell sind diese beiden Pfannentypen für alle Speisen, die teilweise mit hohen Temperaturen und anschließend über einen längeren Zeitraum mit niedrigeren Temperaturen zubereitet werden müssen, bestens geeignet.
Pflege und Reinigung für eine lange Lebensdauer
Viele Hersteller versprechen, dass ihre Pfannen spülmaschinengeeignet sind. Dennoch erhöht es die Lebensdauer jeder Pfanne, sofern sie mit der Hand gespült wird. Dabei sollte auf scharfe Reiniger, harte Bürsten oder Schwämme verzichtet werden. Im Idealfall nutzen Sie Wasser, eine weiche Bürste und ein weiches Tuch sowie etwas Spülmittel, um Ihre Pfannen zu reinigen.
Fazit
Hochwertige Pfannen aus Edelstahl, Gusseisen oder Keramik sind kostspielig. Pfannen mit Beschichtung sind oft günstiger zu haben – dafür ist ihre Lebenserwartung bei weitem nicht so hoch. Die meisten Beschichtungen lösen sich nach 2 bis 5 Jahren ab. Pfannen aus den oben genannten Materialien ermöglichen zudem ein weitgehend schadstofffreies Braten und Kochen. Ein wichtiger Umstand in einer Welt, in der wir jeden Tag von Millionen von Schadstoffen umgeben sind.
