Die wichtigsten Faktoren für ein gesundes Raumklima

Pflanzen sind enorm wichtig für ein gutes Raumklima. Foto: © photowahn / stock adobe
Pflanzen sind enorm wichtig für ein gutes Raumklima. Foto: © photowahn / stock adobe

Sobald wir einen Raum betreten, können wir sofort ausmachen, ob wir uns in ihm wohlfühlen oder nicht. Viel hängt ab vom gesunden Raumklima.

Schwieriger ist es in Räumen, in denen wir uns konstant aufhalten – hier ist der Vorgang schleichend, und wir passen uns nach und nach den teilweise schädlichen Einflüssen um uns herum, ohne die Auswirkungen auf unsere Gesundheit aktiv mitzukommen.

Das ist übrigens der Ursprung für Kanarienvögel in Minenschächten! Der schleichende Sauerstoffverlust wird erst dann erkannt, wenn der Vogel, empfindlicher als wir Menschen, es nicht mehr aushält und bewusstlos wird – das Zeichen dafür, dass der Minenschacht sofort verlassen werden muss.

Natürlich sollte es in unseren eigenen vier Wänden nicht so drastisch enden – aber die gesundheitlichen Belastungen sollten dennoch nicht unterschätzt werden. Hier sind die Rahmenbedingungen für ein gesundes Raumklima – und wie man sie erreicht und konstant hält.

Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität

Wenn wir in einen Raum kommen können wir sofort einschätzen, ob sie sich in einem Raum wohlfühlen – die meisten von uns passiv spüren das auf Anhieb und sich nicht unbedingt bewusst, welche Kriterien dabei wichtig waren. Unterm Strich ist es eine Kombination aus der richtigen Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und der allgemeinen Luftqualität.

Die ideale Temperatur für uns Menschen etwa in einem Wohnraum liegt zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Das ist der Bereich, in dem unsere Körperfunktionen optimal und mit dem wenigsten Aufwand und Energieverlust arbeiten. Leben wir länger auf höheren oder niedrigeren Temperaturen, kann dies unserer Gesundheit schaden.

Idealerweise ist im Haus ein Temperaturregler installiert, der die Heizung entsprechend regulieren kann. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, kann mithilfe „richtiger“ Raumausstattung wie Teppichen, Thermovorhängen oder Möbelpositionen bei Kälte eingreifen. Bei Hitze hilft eine Abdunklung, sachte Befeuchtung von Textilien und Stoßlüften am Morgen.

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Die Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls sehr spezifisch und sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Ist sie zu hoch, entwickelt sich das Zimmer zu einer idealen Brutstätte für Schimmelpilze – vor allem in Kombination mit zu kühlen Temperaturen. Ist die Luftfeuchtigkeit zu gering, kann die trockene Luft zum Austrocknen und zu Entzündungen unserer Schleimhäute führen.

Für eine ausreichende Luftqualität sind regelmäßiges Lüften und Einlassen von Frischluft unerlässlich, um für genügend Sauerstoff zu sorgen und eventuell angesammelte schädliche Chemikalien des Haushalts zu entfernen.

Die richtige Beleuchtung und Akustik

Was uns sofort im Anschluss auffällt, sind die Beleuchtung und Akustik – beides ebenfalls Kriterien für eine gute Raumbeschaffenheit. Je mehr natürliches Licht in den Raum fällt, umso wohler fühlen wir uns, und umso weniger anstrengend ist unser Aufenthalt.

Zu grelles, aber auch (zu) dunkles Licht kann zu Kopfschmerzen, mangelnder Konzentrationsfähigkeit, im schlimmsten Fall und auf Dauer sogar zu Sehschwäche führen. Wenn natürliches Licht nicht ausreichend verfügbar ist, sollte genügend künstliches Licht in warmweißer Farbe für einen Ausgleich sorgen. Gern aus mehreren Quellen. Mehrere kleinere Lampen im Raum verteilt sorgen für Gleichmäßigkeit.

Idealerweise sollten die Räume so gut isoliert sein, dass sie die normale Geräuschkulisse von außen bei geschlossenem Fenster vollständig abschirmen. Aber auch der Schall von innen sollte bestmöglich unterbunden werden. Vor allem in geräumigen und hohen Räumen wird der Raumklang so verzerrt.

Ausreichend Stoff, seien es Teppiche oder Vorhänge, dämpfen im Normalfall genügend ab. Auch Akustikpaneele an den Wänden können helfen – vor allem in den Räumen, die weniger von Textilien profitieren.

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Raumgestaltung – Feng-Shui, Pflanzen und Haustiere

Die chinesische Harmonielehre kommt nicht von ungefähr und ist nicht ohne Grund seit so langer Zeit erfolgreich und noch immer aktiv im Umlauf. Eine harmonische Raumgestaltung ist maßgebend für das Wohlbefinden im Raum.

Sind Farben, Materialien und Möbel aufeinander abgestimmt, kreieren sie automatisch ein Gefühl der Entspannung und sorgen dafür, dass der Raum als „schön“ empfunden wird. Es gibt eine unfassbar große Auswahl an neuen und alten Ratgebern, die sich mit der idealen Raumorganisation befassen, falls Sie Interesse daran haben, sich in das Thema reinzulesen.

Auch Pflanzen sind sehr wertvoll für die Gestaltung und Qualität des Raumes. Sie verbessern nicht nur sein Klima, sondern sind in der Lage, aktiv die Luftfeuchtigkeit zu beeinflussen und Schadstoffe aus der Luft herauszufiltern. Es wird empfohlen, auf zehn Quadratmeter etwa eine Pflanze aufzustellen. Arten wie Drachenbaum oder Bogenhanf sind als Zimmerpflanzen besonders empfehlenswert.

Haustiere in der Wohnung sorgen ebenfalls für Wohlbefinden – solange sie regelmäßig (falls es auf die jeweilige Art zutrifft) gebürstet und gereinigt werden. Hinterlassenschaften können auch hier schnell zu negativen Auswirkungen der Luftqualität führen und sollten schnell beseitigt werden.

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).