Fünf Möglichkeiten, für ein gesundes Raumklima zu sorgen

Auch Pflanzen sorgen für ein gesundes Raumklima. Foto ©ALLAH KING OF WORLD / stock adobe

Ein gesundes Raumklima ist wichtig für unser Wohlbefinden und trägt zu einer besseren Gesundheit der Atemwege, einem gesünderen Schlaf und kann Sie vor Allergien bewahren.

Die negativen gesundheitlichen Folgen eines schlechten Raumklimas sind vielfältig. Der oft und gern erwähnte Schimmel, der in Räumen, an Wänden und auf Möbeln entstehen kann und seine Sporen in die Luft abgibt, ist da gleichsam nur die Spitze des Eisbergs.

Bleibt die Frage, wie es Ihnen gelingt, ein gutes und vor allem gesundes Raumklima zu schaffen. Wir von blooom.de haben uns mit dieser Frage beschäftigt und geben fünf Tipps, wie Sie in Ihren Wohnräumen für ein gesundes und wohltuendes Raumklima sorgen können.

Gesundes Raumklima – was genau ist damit eigentlich gemeint?

Auf best.mögliche Raumklima Wert zu legen ist eine Form von Achtsamkeit im Alltag. Denn ein gutes Raumklima hilft, einen gesunden Schlaf zu finden, und ist generell ein wichtiger Baustein, wenn es um ein ausgeglichenes Leben geht.

Wenn vom Raumklima die Rede ist, dann können damit verschiedene Bereiche im Inneren eines Hauses gemeint sein. Zum einen das direkt spürbare Klima in einem Raum – also Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur sowie Sauerstoffgehalt in der Luft oder der Grad der Luftverschmutzung durch Partikel oder Sporen. Dabei gelten für jeden Raum und teilweise sogar für jede Tageszeit etwas andere Parameter bei der Frage, was genau jetzt ein gesundes Raumklima ist.

So sollte die Temperatur im Schlafzimmer eine andere sein als im Wohnzimmer beispielsweise. Abends führt eine andere Lichtfarbe zu einem angenehmen Wohlgefühl als am Tag. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen sammeln.

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So schaffen Sie ein gesundes Raumklima

Ein gesundes und angenehmes Raumklima zu erreichen sollte grundsätzlich das Ziel sein. Fünf Tipps, um ein gesundes Raumklima am einfachsten zu erreichen:

1)   Sorgen Sie für die richtige Raumtemperatur

Seit der Energiekrise ist man in vielen Bereichen dazu übergegangen, die Temperaturen möglichst niedrig zu halten. Das Umweltbundesamt beispielsweise empfiehlt Raumtemperaturen in Wohnräumen von rund 20 Grad Celsius. Natürlich mit dem Hinweis, dass jedes Grad zusätzlich weniger Heizenergie einspart.

Für Räume wie die Küche und das Schlafzimmer werden gar nur 18 und 17 Grad Celsius empfohlen. Wichtig ist dabei – auch darauf verweist die Seite des Umweltbundesamtes – die persönliche Wohlfühltemperatur.

Im Idealfall haben Sie Thermostate im Haus, mit deren Hilfe sich die Temperatur für jeden Raum individuell steuern lässt. Sollten die Heizkörper noch mit dem klassischen Drehregler ausgestattet sein, ist die mittlere Stufe – in der Regel die Stufe 3 – die ideale Einstellung. Diese entspricht 20 Grad Celsius. Für Räume, in denen es auch kühler sein darf, können Sie die Heizung herunterregeln. Wichtig ist, dass Sie die Heizung nicht komplett abschalten. Das ist in allen Räumen wichtig, um Schimmel und Feuchtigkeit vorzubeugen.

2)   Echtholz verbessert das Raumklima nachhaltig

Eine ästhetisch ansprechende und gleichermaßen gesunde Möglichkeit, Einfluss auf das Raumklima zu nehmen, ist der Einsatz von Echtholz. Massivholzmöbel wie ein Würfelregal beispielsweise helfen dabei, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren oder bei Bedarf auch zu erhöhen.

Das liegt daran, dass Holz Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt und leicht zu quellen beginnt. Sobald die Luftfeuchtigkeit sinkt, gibt das Holz die Feuchtigkeit wieder ab und schwindet – zieht sich also zusammen. Für das Holz selbst ist dieser Prozess bis zu einem gewissen Grad kein Problem.

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Bei dauerhaft zu hoher oder zu niedriger Luftfeuchtigkeit kann das Holz allerdings Schaden nehmen. Ähnlich verhält es sich übrigens auch mit Parkettböden.

3)   Regelmäßiges Lüften wirkt Wunder

Was in der Corona-Zeit zu einer Art Mantra wurde, ist deshalb noch lange nicht verkehrt. Regelmäßiges Lüften hilft nicht nur dabei, die Virenlast in Räumen mit kranken Personen zu reduzieren. Es reguliert auch die Luftfeuchtigkeit, sorgt für neuen Sauerstoff und damit für ein gesundes und angenehmes Raumklima.

Sie sollten täglich mehrmals stoßlüften. Dafür öffnen Sie im besten Fall zwei sich gegenüberliegende Fenster in der Wohnung und lassen die Luft einmal durchziehen. Das führt zu einem sehr schnellen Luftaustausch in allen Räumen, die von dem Durchzug betroffen sind.

Im Winter sollte das Stoßlüften nur 1 bis 2 Minuten dauern. Im Sommer können die Fenster ruhig etwas länger offen bleiben – es sei denn, Sie möchten die Hitze draußen und die kühle Luft im Haus halten.

4)   Geben Sie Hausstaub keine Chance

Hausstaubmilben legen sich nicht nur auf Oberflächen – sie flimmern auch durch die Luft, setzen sich auf unsere Schleimhäute und führen zu allergischen Reaktionen. Regelmäßiges feuchtes Staubwischen verbessert das Raumklima daher nachhaltig.

Wenn Sie nicht nur etwas für die Optik, sondern auch für die Qualität des Raumklimas tun möchten, sollten Sie auf keinen Fall trocken Staub wischen. Wenn Sie mit einem trockenen Tuch über eine staubige Oberfläche gehen, wird nur ein sehr geringer Anteil der Staubpartikel auf der Oberfläche am Tuch haften bleiben.

Wirklich gebunden wird Staub nur von Feuchtigkeit. Aus diesem Grund sollte das Staubtuch auf jeden Fall zumindest nebelfeucht sein. Andernfalls wirbeln Sie den Staub eher auf. Das sorgt zwar auf den ersten Blick für saubere Oberflächen. Allerdings nur so lange, bis sich der aufgewirbelte Staub wieder gelegt hat. Solange bis das der Fall ist, verunreinigen Staubmilben die Atemluft und können den Lungen und Bronchien stark zu schaffen machen.

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5)   Auch das richtige Licht spielt beim Raumklima eine Rolle

Am Tag sollten Ihre Räume so viel Tageslicht wie möglich abbekommen. Große Fenster, die tagsüber nicht verdunkelt sind, sind daher die beste Wahl für ein gesundes Raumklima. In Räumen, in denen nicht ausreichend Tageslicht über die Fenster einfallen kann, sollten die Lampen in der Lichtfarbe „Tageslichtweiß“ gehalten sein.

Diese Lichtfarbe aktiviert den Biorhythmus und fördert die Leistungsfähigkeit. Problematisch wird es später am Tag und Ihr Körper noch immer mit der Lichtfarbe „Tageslichtweiß“ konfrontiert wird. Deshalb sollte die Beleuchtung in Ihrem Haus abends am besten „Warmweiß“ sein – diese Lichtfarbe fördert die Müdigkeit bzw. stört den Biorhythmus in Bezug auf das Tag- und Nachtempfinden nicht.

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).