Küche – Kosten im Überblick

Die Kosten einer neuen Küche liegen bisweilen bei mehr als 10.000 Euro. Foto: brittleighhhh via Twenty20
Die Kosten einer neuen Küche liegen bisweilen bei mehr als 10.000 Euro. Foto: brittleighhhh via Twenty20

Wenn Sie sich nach einer neuen Küche umschauen, stellt sich für viele Verbraucher als Allererstes die Frage nach den Kosten. Wie gut, dass die meisten Möbel- und Einrichtungshäuser immer wieder mit dicken Rabatten und starken Sonderangeboten für sich werben.

Dabei fällt schnell mal unter den Tisch, dass die Preise für Möbel und Haushaltsgeräte in den letzten Jahren dennoch kräftig angestiegen sind. Vom Nebel der Rabatte verdeckt, hat die Möbelbranche es tatsächlich geschafft, zwischen den durchschnittlichen Möbelpreis aus dem Jahr 2015 und dem aus dem Jahr 2022 mehr als 5 Prozentpunkte Steigerung zu bringen.

Das Statistische Bundesamt zeigt auf seinen Seiten hierzu schöne Grafiken, teilweise auch auf einzelne Möbelklassen heruntergebrochen. Auch wenn die Küche als solche hier nicht gezielt erwähnt wird, gilt für sie doch dieselbe Preisentwicklung wie für alle anderen Möbelarten auch.

Selbst falls Küchen in den letzten Jahren – wie nahezu alle Wirtschaftswaren auf dem deutschen Markt – vom Preis her zugelegt haben, stellt sich noch immer die Frage, von welchen Faktoren der Preis Ihrer künftigen Küche abhängig ist. Wir von blooom.de haben uns einmal näher mit dieser Frage auseinandergesetzt und zeigen Ihnen hier die wichtigsten Faktoren zur Beeinflussung der Kosten für Ihre Küche.

Welche Faktoren spielen beim Küchenpreis eine Rolle?

Die wohl wichtigsten Faktoren für die Kosten der Küche selbst sind die folgenden:

  • Größe
  • Material
  • Design
  • Küchengeräte

Wenn Sie in Ihrer Küche Kosten sparen möchten, haben Sie in diesen vier Bereichen eine Menge Möglichkeiten. Allerdings gilt es in manchen Situationen abzuwägen, ob eine günstigere Lösung für Sie auf Dauer wirklich die Bessere ist.

Größe

Hier gibt es verschiedene Faktoren, die eine Rolle spielen. Zum einen natürlich die Größe des Raums an sich bzw. die Stellfläche, die Sie mit der Küche bedecken möchten. Das hat einen einfachen Hintergrund. Je mehr Hänge- und Unterschränke Sie benötigen, desto teurer wird die Küche natürlich auch. Gleiches gilt übrigens auch für Sonderanfertigungen, die beispielsweise direkt nach Aufmaß für Ihre Küche gefertigt wird.

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Dabei muss es noch nicht einmal eine komplette Sonderanfertigung sein. Es reicht schon aus, wenn es sich nicht um eine gerade Küchenzeile handelt, sondern um eine L-förmig angelegte Küche oder sogar um eine Küche in U-Form. Da diese beiden Küchentypen in aller Regel deutlich mehr Stauraum mitbringen als eine einfache Küchenzeile, sollten Sie gerade bei einer größeren Familie über den Sinn dieser Mehrinvestition gut nachdenken, bevor Sie sich für eine günstigere, aber kleinere Variante entscheiden.

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Schon gewusst?

Gerade in einem Loft beispielsweise eignen sich auch Miniküchen hervorragend, um alle notwendigen Arbeiten für eine oder zwei Personen zu erledigen. Diese sind vergleichsweise günstig und vom Platzaufwand her sehr minimalistisch gehalten.

Material

Hier gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten, die Kosten Ihrer Küche zu beeinflussen. Aus welchem Holz eine Küche ist, kann sich erheblich auf die Kosten auswirken – ebenso wie die Frage nach der Arbeitsplatte. Kunststoff ist hier der günstigste Werkstoff. Etwas teurer ist die Arbeitsplatte aus Holz. Die teuerste Alternative ist die Arbeitsplatte aus Naturstein – dafür allerdings in aller Regel auch die stilvollste.

Design

Ob Sie Ihre Fronten matt oder auf Hochglanz poliert haben möchten, kann bereits einen Unterschied machen. Auch Fragen wie die Form oder das Design der Tür- und Schubladengriffe. Oder möchten Sie womöglich gar keine Griffe, sondern lieber verdeckte Eingriffe, mit denen sich die ansonsten flachen Schubladen und Regale öffnen lassen?

Wie bereits erwähnt, spielt auch die konkrete Form der Küche eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ein weiterer wichtiger Punkt ist – gerade in größeren Räumen – die Frage, ob hier eine Kochinsel in der Mitte eingebaut werden soll.

Küchengeräte

Sie sind ein Faktor, der zu extremen Unterschieden in den Kosten einzelner Küchen führen kann: die Küchengeräte. Der Preis richtet sich hier nach Größe, Qualität und Hersteller. Je nachdem, wofür Sie sich hier entscheiden, kann der Preis um mehrere Tausend Euro schwanken. Besonders günstig sind dabei in aller Regel fertig geplante Küchenzeilen, die direkt mit zugehörigen Elektrogeräten verkauft werden.

Schon gewusst?

Das Risiko dabei ist, dass gerade solche günstigen Küchengeräte nicht immer den höchsten Ansprüchen genügen. Daher kann es Ihnen passieren, dass Sie sich für eine Küche mit sehr günstigen E-Geräten entscheiden und schon nach sehr kurzer Zeit Ersatz beschaffen müssen, weil einzelne Geräte gerade einmal die Dauer der Gewährleistungsfrist überlebt haben. Auch hier gilt: Oftmals sind Geräte aus dem mittleren Preissegment teurer als solche aus dem untersten. Dafür halten diese Geräte in der Regel allerdings auch länger.

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Kosten für das Drumherum: Ambiente, Boden & Beleuchtung

Wenn Sie planen, Ihre Küche neu einzurichten oder wenn Sie kurz vor einem Umzug stehen und in Ihrer neuen Wohnung eine neue Küche möchten, gehören auch einige Punkte rund um die eigentliche Küche dazu, über die Sie sich Gedanken machen müssen. Wenn Sie also überlegen, was Ihre Küche kosten darf, sollten auch die beiden folgenden Bereiche nicht außer Acht gelassen werden.

  • Der richtige Bodenbelag
  • Die richtige Beleuchtung

Tatsächlich gibt es hier die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Wir stellen Ihnen einmal die wichtigsten Varianten kurz vor und erklären, welche Ihren Geldbeutel am meisten belasten.

Der richtige Bodenbelag

Die Standardbodenbeläge für die Küche haben allesamt eine Gemeinsamkeit: Sie lassen sich problemlos mit einem Wischsauger reinigen. Das ist ein großer Vorteil, da doch grade in der Küche beim Kochen und Backen schnell auch einmal etwas zu Boden fallen und dabei eine ziemliche Sauerei veranstalten kann.

Prinzipiell eignen sich drei Bodenbeläge für eine Küche. Der Erste ist ein klassischer Laminatboden. Einfach und schnell verlegt ist Laminat eine der beiden günstigeren Alternativen für den Küchenboden. Natürlich gibt es hier die unterschiedlichsten Preisklassen und grade in einem viel genutzten Raum wie der Küche sollten Sie sich nicht unbedingt für die günstigsten Varianten entscheiden. Dennoch gibt es hier auch deutlich teurere Bodenbeläge.

Schon gewusst?

Laminat ist ein Bodenbelag, der sich zwar an sich gut für die Nutzung in der Küche eignet, bei dem Sie aber dennoch vorsichtig sein müssen. Denn wenn Wasser auf dem Laminat steht, quilt dieses an den Fugen vergleichsweise schnell auf, was zu Kanten und recht unansehnlichen Unebenheiten führen kann. Daher ist es grade bei Laminatboden in einer Küche wichtig, dass Sie hier stets darauf achten, dass kein Wasser auf dem Boden steht.

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Eine andere Variante, die heute sehr häufig bevorzugt wird, ist der PVC-Boden. Dieser wird in aller Regel an einem Stück verlegt wie ein Teppich und ebenso am Boden fixiert. Damit ist das Verlegen dieses Bodentyps noch leichter als das Verlegen von Laminat. Dazu kommt, dass PVC-Boden vergleichsweise weich ist. Wenn hier Geschirr oder ein Glas herunterfällt, haben Sie gute Chancen, dass der Gegenstand nicht gleich zu Bruch geht.

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PVC-Boden in Nassbereichen wie einer Küche beispielsweise wird heute an den Wänden mit einer besonderen wasserabweisenden Fuge versehen, sodass hier auch im Fall einer Überschwemmung – wenn beispielsweise die Spülmaschine mal überläuft – kein Wasser unter den Boden kommen und dort Schäden anrichten könnte. Von der Preisklasse her ist der PVC-Boden ähnlich angesiedelt wie ein guter Laminatboden.

Variante Nummer drei sind Fliesen oder ein Steinboden. Beide Möglichkeiten gehörten bis vor einigen Jahren zu den beliebtesten in Deutschland. Sie bieten allerdings auch einige Nachteile. Da wären einmal der im Vergleich recht hohe Preis und der ebenfalls im Vergleich sehr hohe Arbeitsaufwand beim Verlegen.

Hinzu kommt, dass Geschirr oder Gläser, die auf Fliesen fallen, in aller Regel Schaden nehmen. Aber nicht nur das – je nach Qualität und Versiegelung der Fliese können diese auch schnell Schaden nehmen. Bei einem weißen Fliesenboden mit diversen Macken in den Fliesen sieht der Boden sehr schnell unansehnlich aus.

Die richtige Beleuchtung

Auch hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Da wäre die klassische Deckenleuchte ohne weitere Beleuchtung für den Raum. Angenehmer wird die Arbeit in der Küche allerdings schnell mit etwas mehr Licht. Das können Sie bekommen, indem Sie Ihre Deckenlampe durch Spots in der Decke austauschen. Dazu ist allerdings erst einmal die richtige Decke notwendig. Wenn Sie diese haben, brauchen Sie jemanden, der die Spots einbaut und anschließt.

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Eine andere Alternative, die allerdings auch kombinierbar ist, ist eine oder mehrere Lichtquellen unter Ihren Hängeschränken. Die hier erzeugte indirekte Beleuchtung wirkt deutlich wärmer als das Licht aus einer direkten Lichtquelle. Die teuerste Variante dürften dabei die Deckenspots sein.

Kosten für eine Küche im Durchschnitt

Hier haben wir einmal einige Preisbeispiele für Sie zusammengetragen:

  • Küchenschränke: 50 – 400 Euro pro Schrank je nach Größe und Design der Schränke
  • Arbeitsplatte: 70 – 200 Euro je nach gewähltem Material und Länge
  • Spüle und Mischbatterie: 100 – 500 Euro
  • Herd: 250 – 700 Euro
  • Spülmaschine: 300 – 700 Euro
  • Mikrowelle: 80 – 200 Euro

Nimmt man eine Küche mit einer Größe von rund 20 Quadratmetern zum Maßstab, so kann man mit einer entsprechenden Anzahl an Küchenschränken mit Kosten zwischen 4.800 – 6.500 Euro rechnen

Fazit

Eine neue Küche ist grundsätzliche eine vergleichsweise große Investition. Um eine wirklich gute Küche zu bekommen, müssen Sie in vielen Fällen mit Kosten ab 5.000 Euro rechnen. Es gibt allerdings auch einige Bereiche, in denen Sie Kosten einsparen können – je nachdem, wie Ihre Ansprüche an die Küche genau aussehen.

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).