Getränke richtig lagern – wichtige Tipps

Bei falscher Lagerung können Getränke ungenießbar werden. Foto: ©Pixel-Shot / stock adobe

Ob für den perfekten Abend mit Freunden in der heimischen Männerhöhle, das Fest im Familienkreis, mit den Arbeitskollegen oder mit der Familie oder einfach nur für den eigenen Haushalt. Das richtige Lagern von Getränken ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, so lange wie möglich den vollen Geschmack Ihrer Getränke genießen zu können.

Bei manchen Getränken geht es bei der Lagerung nicht nur um den Geschmack, sondern auch um die Haltbarkeit und die enthaltenen Vitamine. Eine falsch gelagerte Milch oder ein falsch gelagerter Fruchtsaft beispielsweise können sehr schnell ungenießbar werden oder einfach einen großen Teil ihrer gesunden Inhaltsstoffe verlieren.

Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen, worauf Sie beim Thema Lagerung Ihrer Getränke achten sollten. Damit bei der nächsten Feier nicht nur das Catering stimmt, sondern auch Ihre Getränke für den perfekten Genuss Ihrer Gäste sorgen können.

Allgemeine Lagerung

Für die meisten Getränke gilt, dass sie kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden sollten. Das hat mehrere Gründe. Zu starke Sonneneinstrahlung kann die Vitamine und andere Inhaltsstoffe in den Getränken zerstören oder beeinträchtigen. Das kann einerseits den Geschmack verändern – auf jeden Fall reduziert es aber die positive Wirkung auf Ihren Körper.

Eine kühle Lagerung ist wichtig, damit die Getränke so lange wie möglich frisch und genießbar bleiben. Bei manchen Getränken reicht dabei die Lagerung in einem kühlen Keller – andere müssen deutlich kälter gelagert werden.

Auch das Raumklima wirkt sich auf die Haltbarkeit von Getränken aus – nicht nur aufgrund der Temperatur, sondern auch aufgrund der Feuchtigkeit in der Luft. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Lagerraum für Ihre Getränke kann ebenfalls die Haltbarkeit vieler Getränkesorten reduzieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, immer mal wieder zu kontrollieren, ob die Bedingungen an dem Platz, an dem Sie Ihre Getränke lagern, noch optimal sind.

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Wasser & Softdrinks

Auf den ersten Blick sind Wasser und Softdrinks die Getränke, die man am einfachsten lagern kann. Sehr weit in der Zukunft liegende Mindesthaltbarkeitsdaten und keine Gefahr, dass die Getränke bei einer höheren Umgebungstemperatur verderben, haben für diesen Ruf gesorgt.

Doch damit Sie so lange wie möglich etwas von Ihrem Wasser oder Ihren Softdrinks haben, sollten Sie bei der Lagerung ein paar einfache Regeln beachten.

  1. Setzen Sie eine Plastik- oder PET-Flasche nicht zu lange der Sonne aus

Falls die Flasche sich – zum Beispiel aufgrund fortlaufender Sonneneinstrahlung – erhitzt, kann das dazu führen, dass eine chemische Reaktion hervorgerufen wird. Das kann sich sowohl auf die Haltbarkeit eines Getränks als auch auf die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe und natürlich auch auf den Geschmack auswirken.

Gerade bei PET- oder Plastikflaschen können sich bei starkem Erhitzen der Flasche oder des Getränks Stoffe aus dem Material der Flasche lösen. Solche Stoffe, wie beispielsweise Mikroplastik, werden dann mit den Getränken aufgenommen und lagern sich im Körper ab.

  1. Glasflaschen sicher verstauen, um Bruchgefahr zu minimieren.

Ein sehr wichtiger Faktor bei der Lagerung von Glasflaschen ist die Sicherheit. Lagern Sie die Flaschen daher immer so, dass sie nicht umfallen oder von einem Regal herunterrollen können. Außerdem sollten lose Flaschen niemals so im Weg stehen, dass man sie im Vorbeigehen unbeabsichtigt umstoßen könnte.

  1. Kohlensäurehaltige Getränke aufrecht lagern, um Druckverlust zu vermeiden.

Sie trinken Ihr Wasser gern mit Kohlensäure? Dann soll diese doch sicherlich in der Flasche bleiben, bis Sie die Wasserflasche öffnen. Damit das funktioniert, sollten Sie eine Flasche mit kohlensäurehaltiger Flüssigkeit immer aufrecht lagern. So bleibt der Druck im Inneren der Flasche länger erhalten, und Sie spüren die Kohlensäure beim Trinken länger.

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Alkoholische Getränke

Viele glauben, dass alkoholische Getränke nicht „schlecht“ werden können. Schließlich ist Alkohol doch ein starkes Konservierungsmittel. Wer aber schonmal einen gekippten Wein oder ein in der Flasche schal gewordenes Bier getrunken hat weiß, dass das so nicht stimmt. Bei falscher Lagerung können auch alkoholische Getränke an Geschmack verlieren und schließlich verderben.

Die richtige Lagerung von Wein ist beispielsweise für viele Weinliebhaber eine Wissenschaft für sich. Sobald Sie Ihren Wein lagern und auch nach einigen Monaten oder sogar Jahren noch den vollen Trinkgenuss erleben möchten, sollten Sie auf einige wichtige Punkte achten. Neben der Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung auf den Wein ist die konstante Raum- oder Umgebungstemperatur hier ein wichtiger Faktor.

Bei Lagerweinen sollte die Temperatur zwischen 10 und 12 Grad Celsius liegen. Bei Weinen, die Sie regelmäßig trinken, sollte die Temperatur bei Ihrer bevorzugten Trinktemperatur liegen – diese ist natürlich ein gutes Stück weit geschmacksabhängig und kann von Wein zu Wein variieren. Mit einem guten Weinkühlschrank haben Sie die Möglichkeit, unterschiedliche Weinsorten auch bei unterschiedlichen Temperaturen zu lagern.

Außerdem ist es wichtig, Weinflaschen mit Korkverschluss liegend zu lagern. So wird verhindert, dass der Korken austrocknet und spröde wird. Außerdem kann der Wein durch den Korken „atmen“.

Spirituosen – vor allem empfindliche Sorten wie Liköre und Mischgetränke mit Sahne oder ähnlichen Zusätzen – sollten Sie immer kühl und dunkel lagern. So behalten sie so lange wie möglich ihren ursprünglichen Geschmack und ihre gewünschte Konsistenz.

Sobald Sie Bier lagern möchten, sind konstante Raum- oder Umgebungstemperaturen wichtig, um den Geschmack zu erhalten. alls sich Bier durch stark schwankende Raumtemperaturen immer wieder erwärmt und dann wieder abkühlt, wird es schnell schal.

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Milch & Säfte

Dass Milchprodukte im Kühlschrank gelagert werden sollten und die Kühlkette möglichst gar nicht oder nur sehr kurz unterbrochen werden sollte, ist allgemein bekannt. Eine Ausnahme bildet hier nur die sogenannte H-Milch, da diese derart behandelt wurde, dass sie auch bei ungekühlter Lagerung lange haltbar ist.

Dass aber auch die Lagerung von Säften einige Hürden mit sich bringt, ist vielen Verbrauchern nicht klar. Wie wichtig hier eine korrekte Lagerung ist, zeigt allerdings bereits der Umstand, dass selbst die Verbraucherzentrale einen Ratgeberartikel ausschließlich zur Lagerung von Fruchtsäften und Nektar veröffentlicht hat.

Grundsätzlich sollten Sie geöffnete Verpackungen im Kühlschrank und ungeöffnete Säfte dunkel und kühl lagern. Außerdem ist es gerade bei Milchprodukten und Säften wichtig, das Mindesthaltbarkeitsdatum genau im Auge zu behalten. Auch wenn ein „abgelaufenes“ Produkt noch immer vollkommen in Ordnung sein kann, steigt mit dem Ablaufdatum doch die Gefahr, dass es bereits verdorben sein könnte.

Sicherheitsaspekte

Alkoholische Getränke sollten Sie immer außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Das gilt übrigens auch für alle Getränke in Glasflaschen oder anderen leicht zerbrechlichen Behältnissen.

Falls eine Verpackung beschädigt ist oder bereits begonnen hat, sich aufzublähen, sollten Sie lieber die Finger von diesem Getränk lassen. Gerade bei Fruchtsäften und Milchprodukten ist das Aufblähen der Verpackung ein Zeichen dafür, dass der Inhalt bereits verdorben ist.

Falls Sie Ihre Getränke in einer Vorratskammer oder im Keller lagern und dabei ein Regal verwenden, sollte dieses ausreichend Tragfähigkeit haben. Zudem sollten Sie Flaschen immer so stellen oder legen, dass diese nicht umkippen oder wegrollen können. Aus einem Regal herabfallende Glasflaschen sind eine Gefahr für Ihren Fußboden, aber auch für Kinder, die unter dem Regal stehen könnten.

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).